Kochen Sie für Familie und Freunde
Ein großer Topf Fischsoljanka ist praktisch, wenn viele Gäste satt werden sollen. Die Suppe lässt sich gut vorbereiten, portionsweise ausgeben und mit Brot unkompliziert servieren. Doch spätestens bei der Frage nach den Mengen wird es schwieriger.
Wie viel Fisch braucht man für 10 Personen? Wie viel für 20? Muss wirklich jede Zutat einfach verdoppelt oder vervierfacht werden? Und wann kommt der Fisch hinein, wenn ein großer Topf nicht innerhalb weniger Minuten serviert wird?
Gerade bei Fischsoljanka lohnt sich etwas Planung.
Die Grundzutaten lassen sich gut hochrechnen. Bei Salz, Gurkenwasser, Säure und Gewürzen sollte man dagegen vorsichtiger sein. Und der Fisch braucht auch bei 20 Portionen keine längere Garzeit, nur weil mehr davon im Topf liegt.
Auf dieser Seite zeigen wir deshalb nicht nur Mengen, sondern erklären, wie Fischsoljanka für eine größere Runde praktisch funktioniert.
Wer lediglich vier bis fünf Portionen kochen möchte, findet die passenden Mengen in unserem Fischsoljanka-Grundrezept.
Fischsoljanka für viele Personen auf einen Blick
Für 10 Personen: etwa 1,3 bis 1,5 kg Fischfilet
Für 20 Personen: etwa 2,6 bis 3 kg Fischfilet
Als Hauptgericht: großzügiger kalkulieren
Als Suppe innerhalb eines Menüs oder Buffets: kleinere Portionen möglich
Wichtig: Gurkenwasser, Salz, Säure und Gewürze nicht blind vervielfachen
Vorbereitung: Suppengrundlage vorbereiten, Fisch möglichst erst vor dem Servieren garen
Topfgröße: ausreichend Reserve einplanen und den Topf nicht bis zum Rand füllen
Wie viel Fischsoljanka rechnet man pro Person?
Die benötigte Menge hängt davon ab, wie die Fischsoljanka serviert wird.
Als Hauptgericht darf die Portion größer sein als bei einer Vorsuppe. Auch die Beilagen spielen eine Rolle. Gibt es reichlich Brot oder weitere Speisen, wird pro Person meist weniger Soljanka benötigt.
Für ein sättigendes Hauptgericht kann man grob mit 400 bis 500 Millilitern fertiger Fischsoljanka pro erwachsener Person kalkulieren.
Für 10 Personen ergeben sich damit ungefähr 4 bis 5 Liter fertige Suppe.
Für 20 Personen sind ungefähr 8 bis 10 Liter eine sinnvolle Planungsgröße.
Das sind bewusst keine mathematisch exakten Vorgaben. Kinder, sehr hungrige Gäste, weitere Speisen und die Größe der verwendeten Suppenschalen verändern den tatsächlichen Bedarf.
Unser Küchentipp
Bei einer Feier ist etwas Reserve meist angenehmer als ein leerer Topf, bevor der letzte Gast gegessen hat.
Planen Sie trotzdem nicht völlig überdimensioniert. Gerade Fischsoljanka sollte anschließend nicht über mehrere Tage immer wieder erhitzt und abgekühlt werden.
Fischsoljanka für 10 Personen: Zutaten
Für ungefähr 10 Portionen als Hauptgericht:
- 1,3–1,5 kg grätenfreies Fischfilet
- 4–5 mittelgroße Zwiebeln
- 350–400 g Gewürzgurken
- 2 rote Paprika
- 4 EL Tomatenmark
- etwa 2 bis 2,2 Liter Fischfond oder milde Brühe
- zunächst etwa 200 ml Gurkenwasser
- 2–3 EL neutrales Öl
- 2 Lorbeerblätter
- 8–10 Pfefferkörner
- 2–3 TL Paprikapulver, edelsüß
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
- Zitronensaft nach Geschmack
- frischer Dill oder Petersilie
Zum Servieren nach Geschmack:
- Zitronenspalten
- Schmand oder saure Sahne
- Brot oder Baguette
- frische Kräuter
Welche Begleiter sich eignen, zeigen wir ausführlicher unter Beilagen zur Fischsoljanka.
Fischsoljanka für 20 Personen: Zutaten
Für ungefähr 20 Portionen als Hauptgericht:
- 2,6–3 kg grätenfreies Fischfilet
- 8–10 mittelgroße Zwiebeln
- 700–800 g Gewürzgurken
- 4 rote Paprika
- 7–8 EL Tomatenmark
- etwa 4 bis 4,5 Liter Fischfond oder milde Brühe
- zunächst etwa 350–400 ml Gurkenwasser
- 4–5 EL neutrales Öl
- 3–4 Lorbeerblätter
- 12–15 Pfefferkörner
- etwa 4–5 TL Paprikapulver, edelsüß
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
- Zitronensaft nach Geschmack
- frischer Dill oder Petersilie
Auch hier gilt: Die Mengen sind eine Arbeitsgrundlage und kein Zwang.
Vor allem Gurkenwasser, Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Zitronensaft sollten anschließend nach Geschmack angepasst werden.
Warum Gewürze nicht einfach vervierfacht werden sollten
Bei Zwiebeln, Fisch oder Gewürzgurken funktioniert eine proportionale Hochrechnung relativ gut.
Beim Würzen wird es schwieriger.
Wenn ein Rezept für fünf Personen beispielsweise eine bestimmte Menge Salz oder Gurkenwasser benötigt, bedeutet das nicht automatisch, dass die vierfache Menge für 20 Personen geschmacklich perfekt ist.
Das hat mehrere Gründe.
Brühen und Fischfonds unterscheiden sich im Salzgehalt. Gewürzgurken und ihre Lake schmecken je nach Produkt unterschiedlich sauer, süß und salzig. Auch Räucherfisch oder zusätzliche Kapern können bereits Würze mitbringen.
Deshalb sollte eine große Fischsoljanka zunächst etwas zurückhaltender gewürzt werden.
Nachwürzen können Sie jederzeit. Herausnehmen können Sie Salz und Säure nicht mehr.
Welche Topfgröße brauche ich?
Ein häufiger Planungsfehler betrifft nicht die Zutaten, sondern den Topf.
Für ungefähr 10 Portionen sollte ein Topf mit etwa 7 bis 8 Litern Fassungsvermögen komfortabel sein.
Für ungefähr 20 Portionen ist ein Topf von etwa 12 bis 15 Litern wesentlich angenehmer.
Der Topf sollte nicht bis unmittelbar unter den Rand gefüllt werden. Beim Einrühren, Abschmecken und Einlegen der Fischstücke braucht man Platz.
Ein größerer Topf erleichtert außerdem das vorsichtige Garen des Fisches.
Warum ein zu kleiner Topf problematisch ist
Liegt eine große Menge Fisch dicht übereinander, lässt sie sich schlechter gleichmäßig garen.
Gleichzeitig steigt die Versuchung, kräftig umzurühren.
Genau das wollen wir bei Fischsoljanka vermeiden.
Wenn der vorhandene Topf deutlich zu klein ist, kann es sinnvoller sein, mit zwei Töpfen zu arbeiten, statt sämtliche Zutaten mit Gewalt in einen einzigen zu bekommen.
Die Suppengrundlage lässt sich hervorragend vorbereiten
Für eine größere Gesellschaft würde ich Fischsoljanka nicht komplett in letzter Minute kochen.
Die bessere Lösung ist, die Grundlage vorzubereiten.
Zwiebeln, Paprika, Tomatenmark, Gewürzgurken, Brühe und Gewürze können bereits vorher verarbeitet werden. Die fertige Grundlage wird anschließend entsprechend sicher heruntergekühlt und gekühlt aufbewahrt.
Vor dem Essen wird sie wieder erhitzt und endgültig abgeschmeckt.
Erst dann kommt der vorbereitete Fisch hinein.
Damit verlagert sich der größte Teil der Küchenarbeit aus der hektischen Phase unmittelbar vor dem Servieren.
Den Fisch nicht am Vortag mitkochen, wenn es vermeidbar ist
Das ist bei einer großen Menge besonders wichtig.
Wenn der Fisch bereits am Vortag vollständig gegart wird, muss er beim späteren Servieren erneut erhitzt werden. Seine Struktur wird dadurch nicht besser.
Praktischer ist es, nur die Suppengrundlage vorzubereiten und den Fisch gekühlt bereitzuhalten.
Kurz vor dem Essen wird die Grundlage vollständig erhitzt. Anschließend kommen die Fischstücke hinein und garen schonend in der heißen Suppe.
Weitere Hinweise zum Vorbereiten und erneuten Erhitzen finden Sie unter Fischsoljanka einfrieren und aufwärmen.
Wie kommt eine große Menge Fisch in den Topf?
Bei 600 Gramm Fisch ist das einfach. Bei drei Kilogramm sieht es anders aus.
Geben Sie nicht einen großen Berg Fisch auf eine Stelle.
Verteilen Sie die Stücke möglichst gleichmäßig über die Oberfläche und drücken Sie sie vorsichtig in die heiße Flüssigkeit.
Anschließend möglichst wenig rühren.
Bei sehr großen Mengen kann es sinnvoll sein, den Fisch portionsweise hinzuzugeben. Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass alle Stücke vollständig garen und die Temperatur der Suppe ausreichend hoch bleibt.
Die genaue Garzeit hängt weiterhin von Fischart und Größe der Stücke ab.
Drei Kilogramm Fisch brauchen nicht automatisch viermal so lange wie 750 Gramm.
Entscheidend ist die Temperatur im Topf und die Dicke der einzelnen Fischstücke – nicht allein das Gesamtgewicht.
Mengen für Fischsoljanka schnell umrechnen
Wer nicht genau 10 oder 20 Personen bewirten möchte, kann sich an folgenden Mengen orientieren.
| Personen | Fischfilet | Fertige Fischsoljanka ungefähr | Sinnvolle Topfgröße |
|---|---|---|---|
| 5 | 600–700 g | 2–2,5 Liter | 4–5 Liter |
| 10 | 1,3–1,5 kg | 4–5 Liter | 7–8 Liter |
| 15 | 2–2,2 kg | 6–7,5 Liter | 10–12 Liter |
| 20 | 2,6–3 kg | 8–10 Liter | 12–15 Liter |
| 25 | 3,3–3,7 kg | 10–12,5 Liter | 15–18 Liter |
| 30 | 4–4,5 kg | 12–15 Liter | etwa 20 Liter |
Die Tabelle ist als Planungshilfe für Fischsoljanka als Hauptgericht gedacht.
Wer zusätzlich mehrere Speisen anbietet oder die Fischsoljanka nur als Vorsuppe serviert, kann kleinere Portionen kalkulieren.
Bei Kindern hängt die benötigte Menge stark vom Alter ab. Deshalb würden wir nicht pauschal behaupten, zwei Kinder entsprächen immer genau einem Erwachsenen.
Fischsoljanka für viele Gäste: ein praktischer Zeitplan
Je größer die Menge wird, desto wichtiger ist die Vorbereitung.
Wer erst eine Stunde vor dem Eintreffen von 20 Gästen beginnt, mehrere Kilogramm Fisch zu kontrollieren, Gemüse zu schneiden und einen großen Topf abzuschmecken, macht sich unnötig Stress.
Am Vortag
Zwiebeln, Paprika und Gewürzgurken vorbereiten.
Die Suppengrundlage aus Gemüse, Tomatenmark, Brühe und Gewürzen kochen und abschmecken. Mit Gurkenwasser und Salz noch etwas zurückhaltend sein, weil am nächsten Tag eine letzte Geschmacksprüfung erfolgt.
Anschließend die Grundlage zügig herunterkühlen und gekühlt aufbewahren.
Auch der Fisch kann vorbereitet werden, sofern er anschließend zuverlässig gekühlt bleibt. Filets auf Gräten kontrollieren und gegebenenfalls portionieren.
Einige Stunden vor dem Essen
Beilagen und Garnituren vorbereiten.
Brot schneiden, Kräuter waschen und hacken, Zitronen vorbereiten sowie Schmand oder saure Sahne kaltstellen.
Die Fischsoljanka-Grundlage rechtzeitig aus der Kühlung nehmen und vollständig erhitzen.
Kurz vor dem Servieren
Die heiße Suppengrundlage noch einmal abschmecken.
Erst jetzt entscheiden, ob zusätzlich Gurkenwasser, Salz, Pfeffer oder Zitronensaft notwendig sind.
Anschließend die Fischstücke vorsichtig hineingeben und vollständig garen.
Frische Kräuter können unmittelbar vor dem Servieren hinzugegeben oder separat auf den Tisch gestellt werden.
Warmhalten: Bei Fisch ist weniger mehr
Für eine Party oder größere Gesellschaft ist Warmhalten oft unvermeidbar.
Bei Fischsoljanka gibt es dabei allerdings einen Zielkonflikt: Aus hygienischer Sicht muss warmgehaltenes Essen ausreichend heiß bleiben. Gleichzeitig leidet Fisch, wenn er über lange Zeit in sehr heißer Flüssigkeit weitergart.
Deshalb ist eine Fischsoljanka nicht ideal dafür geeignet, stundenlang fertig mit Fisch auf dem Herd zu stehen.
Besser ist eine gute Planung der Servierzeit.
Wenn die Gäste ungefähr gleichzeitig essen, den Fisch möglichst erst kurz vor Beginn garen und die Soljanka anschließend zeitnah ausgeben.
Bei einer Veranstaltung mit langer Essensphase kann eine Aufteilung in mehrere kleinere Mengen sinnvoller sein als ein einziger riesiger Topf, in dem der gesamte Fisch über Stunden liegt.
Fischsoljanka portionsweise fertigstellen
Bei sehr vielen Gästen kann folgende Methode praktisch sein:
Die heiße Suppengrundlage steht in ausreichender Menge bereit.
Ein Teil davon wird mit Fisch fertiggestellt und serviert.
Wird weitere Fischsoljanka benötigt, kommt die nächste vorbereitete Fischportion in weitere heiße Suppengrundlage.
Dadurch liegt nicht die gesamte Fischmenge über einen langen Zeitraum im fertigen Gericht.
Diese Methode verlangt allerdings eine saubere Küchenorganisation. Roher Fisch muss zuverlässig gekühlt bleiben und darf nicht mit bereits servierfertigen Lebensmitteln in Kontakt kommen.
Nicht ständig nachfüllen und vermischen
Ein großer Suppentopf verleitet dazu, immer wieder neue Zutaten oder Reste hineinzuschütten.
Bei Fischsoljanka sollte man darauf verzichten.
Frisch gegarte Suppe sollte nicht ständig mit bereits länger warmgehaltener, abgekühlter oder zurückgegebener Ware vermischt werden.
Für größere Feiern sind deshalb mehrere überschaubare Chargen oft die bessere Lösung.
Wer Fischsoljanka speziell für eine Feier plant, findet weitere praktische Hinweise unter Fischsoljanka für die Party.
Wie viel Brot braucht man zur Fischsoljanka?
Wird Fischsoljanka als Hauptgericht serviert, ist Brot eine der unkompliziertesten Beilagen.
Als grobe Planungsgröße können etwa 80 bis 120 Gramm Brot oder Baguette pro erwachsener Person angesetzt werden, wenn Brot die wesentliche Beilage ist.
Für 10 Personen wären das ungefähr 0,8 bis 1,2 Kilogramm.
Für 20 Personen ungefähr 1,6 bis 2,4 Kilogramm.
Auch diese Menge hängt stark davon ab, was zusätzlich angeboten wird.
Stehen weitere Beilagen oder Speisen auf dem Tisch, wird weniger Brot benötigt. Bei einer sättigenden Fischsoljanka und großzügigen Portionen ebenfalls.
Weitere Möglichkeiten finden Sie unter Was passt zu Fischsoljanka?.
Wie viel Schmand oder saure Sahne einplanen?
Wenn jeder Gast selbst entscheiden soll, reicht eine vergleichsweise kleine Menge.
Als Orientierung können etwa 20 bis 30 Gramm pro Person eingeplant werden.
Für 10 Personen sind das ungefähr 200 bis 300 Gramm.
Für 20 Personen ungefähr 400 bis 600 Gramm.
Nicht jeder Gast möchte Schmand oder saure Sahne. Deshalb ist es besser, beides separat anzubieten, statt die gesamte Fischsoljanka damit zu verändern.
Häufige Fehler bei Fischsoljanka für viele Personen
Fehler 1: Alle Zutaten exakt vervielfachen
Bei Fisch und Gemüse ist eine proportionale Hochrechnung eine brauchbare Ausgangsbasis.
Bei Salz, Gurkenwasser, Zitrone und kräftigen Gewürzen sollte schrittweise gearbeitet werden.
Besser: zunächst zurückhaltender würzen und den großen Topf am Ende sorgfältig abschmecken.
Fehler 2: Einen zu kleinen Topf verwenden
Ein bis zum Rand gefüllter Topf erschwert das Arbeiten erheblich.
Vor allem mehrere Kilogramm Fisch lassen sich darin kaum schonend verteilen.
Besser: ausreichend Topfreserve einplanen oder zwei Töpfe verwenden.
Fehler 3: Den Fisch schon Stunden vorher hineingeben
Die Suppengrundlage verträgt Vorbereitung wesentlich besser als das fertig gegarte Fischfilet.
Besser: Grundlage vorbereiten und Fisch möglichst nah am Servierzeitpunkt garen.
Fehler 4: Den Fisch kräftig unterrühren
Je größer der Topf, desto größer der Kochlöffel – und desto größer häufig auch der Schaden.
Besser: Fischstücke verteilen, vorsichtig in die Flüssigkeit drücken und anschließend möglichst wenig bewegen.
Fehler 5: Zu spät mit dem Aufheizen beginnen
Acht oder zehn Liter gekühlte Suppengrundlage sind nicht in wenigen Minuten vollständig heiß.
Besser: genügend Zeit zum kontrollierten Erhitzen einplanen und den Fisch erst zugeben, wenn die Grundlage wirklich heiß ist.
Fehler 6: Den großen Topf nur an einer Stelle probieren
Bei großen Mengen kann die Suppe während der Zubereitung noch nicht überall vollkommen gleichmäßig sein.
Besser: vorsichtig durchmischen, bevor der Fisch hineinkommt, und anschließend an mehreren Stellen probieren. Erst danach endgültig abschmecken.
Lieber zwei Töpfe als ein riesiger?
Bei 20 oder 30 Personen kann das tatsächlich sinnvoll sein.
Zwei kleinere Töpfe lassen sich häufig leichter erhitzen, transportieren und abschmecken. Auch der Fisch kann kontrollierter gegart werden.
Außerdem muss nicht sofort die gesamte Menge fertiggestellt werden.
Der Nachteil: Beide Töpfe müssen geschmacklich möglichst gleich sein.
Deshalb empfiehlt es sich, zunächst eine gemeinsame Suppengrundlage herzustellen und diese anschließend aufzuteilen. So entstehen nicht versehentlich zwei vollkommen unterschiedliche Fischsoljankas.
Unser Küchentipp für 20 oder mehr Personen
Bereiten Sie nicht 20 einzelne Portionen vor – organisieren Sie den Kochvorgang.
Die größte Arbeit sollte erledigt sein, bevor die Gäste kommen.
Suppengrundlage fertig.
Fisch vorbereitet und gekühlt.
Brot geschnitten.
Zitrone vorbereitet.
Kräuter gehackt.
Schmand beziehungsweise saure Sahne gekühlt.
Dann bleibt unmittelbar vor dem Essen im Wesentlichen nur noch: Grundlage erhitzen, abschmecken, Fisch garen und servieren.
Das ist bei einer großen Fischsoljanka wesentlich entspannter und liefert meist auch das bessere Ergebnis.

Wie heiß muss Fischsoljanka warmgehalten werden?
Wer Fischsoljanka für viele Personen kocht, muss neben der Qualität des Fisches auch die Lebensmittelsicherheit im Blick behalten.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, warme Speisen beim Heißhalten an allen Stellen bei mindestens 60 °C zu halten. Für die Gemeinschaftsgastronomie wird außerdem empfohlen, die Warmhaltezeit möglichst auf höchstens drei Stunden zu begrenzen.
Bei Fischsoljanka spricht auch die Qualität für eine möglichst kurze Warmhaltezeit. Fisch wird durch langes Heißhalten nicht besser. Seine Struktur kann leiden und zarte Stücke können zunehmend zerfallen.
Für eine Feier ist deshalb eine einfache Lösung oft die beste: Die Fischsoljanka möglichst nah am tatsächlichen Essensbeginn fertigstellen und nicht bereits Stunden vorher komplett mit Fisch auf dem Herd stehen lassen.
Bei einer längeren Ausgabe können mehrere kleinere Chargen sinnvoll sein.
Häufige Fragen zur Fischsoljanka für viele Personen
Wie viel Fisch brauche ich für 10 Personen?
Für Fischsoljanka als Hauptgericht sind etwa 1,3 bis 1,5 Kilogramm grätenfreies Fischfilet eine brauchbare Planungsgröße. Wie viel tatsächlich benötigt wird, hängt von Portionsgröße, Beilagen und den weiteren Zutaten ab.
Wie viel Fisch brauche ich für 20 Personen?
Für 20 Portionen als Hauptgericht können ungefähr 2,6 bis 3 Kilogramm grätenfreies Fischfilet eingeplant werden.
Bei ganzem Fisch ist die benötigte Ausgangsmenge höher, weil Gräten und andere nicht als Einlage verwendete Teile zum Gesamtgewicht gehören.
Wie viel fertige Fischsoljanka brauche ich für 20 Personen?
Als Hauptgericht kann man grob mit 400 bis 500 Millilitern pro erwachsener Person planen. Für 20 Personen ergeben sich damit ungefähr 8 bis 10 Liter fertige Fischsoljanka.
Bei einem Buffet mit mehreren weiteren Gerichten kann die benötigte Menge geringer ausfallen.
Welche Topfgröße brauche ich für 20 Personen?
Für ungefähr 8 bis 10 Liter fertige Fischsoljanka ist ein Topf mit etwa 12 bis 15 Litern Fassungsvermögen wesentlich angenehmer als ein randvoller 10-Liter-Topf.
Die zusätzliche Reserve erleichtert das Abschmecken und vor allem das vorsichtige Einlegen der Fischstücke.
Kann ich Fischsoljanka am Vortag vorbereiten?
Ja. Besonders sinnvoll ist es, die Suppengrundlage am Vortag vorzubereiten und den Fisch erst kurz vor dem Servieren darin zu garen.
Dadurch lässt sich ein großer Teil der Arbeit vorziehen, ohne den Fisch mehrfach erhitzen zu müssen.
Hinweise zum richtigen Umgang mit vorbereiteter Suppe finden Sie unter Fischsoljanka einfrieren und aufwärmen.
Kann ich Fischsoljanka über mehrere Stunden warmhalten?
Aus hygienischer Sicht müssen heißgehaltene Speisen an allen Stellen ausreichend heiß bleiben. Als Orientierung gelten mindestens 60 °C.
Für die Qualität der Fischsoljanka ist langes Warmhalten trotzdem nicht ideal. Deshalb sollte sie möglichst zeitnah serviert oder bei einer langen Ausgabe portionsweise fertiggestellt werden.
Kann ich die Zutaten für 20 Personen einfach vervierfachen?
Bei Fisch, Gemüse und Brühe ist das als Ausgangspunkt möglich.
Bei Salz, Gurkenwasser, Zitronensaft und kräftigen Gewürzen sollte dagegen schrittweise abgeschmeckt werden. Die Konzentration und Würzkraft der verwendeten Produkte unterscheiden sich zu stark für eine vollkommen starre Rechnung.
Kann ich zwei Töpfe verwenden?
Ja. Gerade bei 20 oder 30 Personen kann das sogar praktischer sein.
Am besten zunächst eine gemeinsame Suppengrundlage herstellen und anschließend auf die Töpfe verteilen. Dadurch schmecken beide Chargen möglichst ähnlich.
Welche Beilagen eignen sich für eine große Runde?
Brot oder Baguette sind besonders unkompliziert. Zitrone, Kräuter sowie Schmand oder saure Sahne können separat bereitgestellt werden, sodass jeder Gast selbst wählen kann.
Weitere Möglichkeiten finden Sie unter Beilagen zur Fischsoljanka.
Eignet sich Fischsoljanka für eine Feier?
Ja, wenn die Zubereitung entsprechend organisiert wird. Die Grundlage lässt sich vorbereiten und der Fisch erst relativ kurz vor dem Essen garen.
Weitere Hinweise zur Organisation finden Sie unter Fischsoljanka für die Party.
Fazit: Bei großen Mengen ist Planung wichtiger als Mathematik
Fischsoljanka für 20 Personen ist nicht grundsätzlich schwieriger als Fischsoljanka für vier Personen.
Der Unterschied liegt vor allem in der Organisation.
Ein ausreichend großer Topf, vorbereitete Zutaten und eine fertige Suppengrundlage nehmen viel Arbeit aus der letzten Stunde vor dem Essen.
Beim Hochrechnen sollte man außerdem zwischen Zutaten unterscheiden.
Fisch, Gemüse und Brühe lassen sich relativ gut an die Personenzahl anpassen. Bei Salz, Säure und kräftigen Gewürzen ist dagegen der eigene Geschmack wichtiger als der Taschenrechner.
Und der empfindlichste Bestandteil kommt zuletzt: der Fisch.
Wenn die Grundlage fertig und heiß ist, wird er schonend darin gegart und die Fischsoljanka möglichst zeitnah serviert.
Wer nur eine kleinere Menge zubereiten möchte, findet alle Arbeitsschritte in unserem Fischsoljanka-Grundrezept.
Für eine Feier mit längerer Ausgabe helfen die zusätzlichen Hinweise unter Fischsoljanka für die Party.
Zur Übersicht gelangen Sie zurück zu fischsoljanka.de.
Mehr Infos zur Fischsoljanka:
Fischsoljanka mit Kapern, Oliven und Zitrone
Fischsoljanka einfrieren und aufbewahren
Fischsoljanka mit Räucherfisch